Remote Systemadministration in anderen Rechenzentren

Neben der Administration der Rechner in unserem Rechenzentrum werden auch Fremdrechner von uns gewartet. Hierbei sind allerdings einige Besonderheiten zu beachten. Optimalen Service können wir nur für lokale Installationen gewährleisten. Unter Umständen kann bei Systemen in fremden Rechenzentren eine Betreuung durch uns auch aufwändiger und damit kostenintensiver sein. Ähnlich ist die Situation wenn der Kunde die Hardware vorgibt. In diesem Falle wird ohne besondere Vereinbarung im Rechenzentrum keine Ersatzhardware vorgehalten.

Ein typisches Szenario

In vielen Fällen werden wir bei Fremdsystemen erst dann kontaktiert, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Das heisst es liegt eine konkrete Störung vor. Eine selbständige Bearbeitung durch uns ist dann nicht immer möglich. Im einfachsten Falle
kann eine Störung durch einen Neustart eines Rechners gelöst werden. Dies kann jedoch typischerweise nur vom Vertragspartner beim Fremdrechenzentrum veranlasst werden. Hier sehen wir bereits die erste Einschränkung die sich durch Rechner in anderen Rechenzentren ergeben. Der Kunde muss in den meisten bei der Störungsbeseitigung aktiv mit einbezogen werden. Einige der Arbeiten müssen direkt vor Ort ausgeführt werden und so muss die Reaktionszeit und Verarbeitungszeit der Anforderungen im jeweiligen Rechenzentrum berücksichtigt werden.

Dies zeigt schon exemplarisch, dass die Administration von Systemen in fremden Rechenzentren komplexer ist. Daher werden im folgenden ein paar Aspekte betrachtet, die Ihnen helfen schon im Vorfeld einen möglichst reibungslosen Betrieb zu planen.

Einschränkungen bei Fremdsystemen

Schon die Diagnostik und Monitoring bei Fremdsystemen kann schon wesentlich komplexer und aufwändiger sein. So hat man keinen Zugriff auf die Netzkomponenten, um Störungen der Systemlandschaft einfach zu erkennen. So weiss man in den meisten Fällen nicht, ob nur ein Rechner oder ganze Teile der Systemlandschaft betroffen sind. Die Systemlandschaft selbst ist meistens auch nicht öffentlich beschrieben, so dass etwaige Filter, Firewalls etc. als potentielle Störungsquellen nicht sofort erkannt werden.
Die Unkenntnis der Systemlandschaft führt auch nach der Diagnose häufig zu Verzögerungen. Muss etwa ein Teil der Daten aus der Sicherungskopie wiederhergestellt werden, so muss man die Möglichkeiten des Backupsystems zunächst analysieren und eine gute Strategie erarbeiten. Je nach Alter des Backups und den Möglichkeiten auf einzelne Dateien zuzugreifen um diese dann in neue Verzeichnisse zu kopieren, um dann die Unterschiede der Versionen zu analysieren, muss die jeweilige Strategie zur Wiederherstellung angepasst werden.

Das Backup ist nur ein Beispiel, dass man in Fremdrechenzentren bei der Architektur häufig eingeschränkt ist. So ist es im eigenen Rechenzentrum einfach ein Datenbanksystem direkt mit den Applikationsservern zu verkabeln, eine Firewall oder ein Intrusion Detection System zu integrieren oder einen Loadblancer einzuschalten.

Der mangelnde direkte Zugriff auf die Hardware ist ohnehin eine der Schwächen bei Rechnern in nicht eigenen Rechenzentren. Manchmal ist der schnellste Weg auch heute noch die Festplatten in andere Systeme einzubauen, um so eventuell Hardwarefehler von anderen Teilen der Rechnersysteme auszuschliessen.

Erstinstallation der Systeme

Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Gesichtspunkt ist die Installation der Fremdrechner. Es gibt immer noch keine allgemeinen Regeln wie ein System installiert werden und an welche Stellen die Software abgelegt werden. So wird die Störungsbeseitigung eines Fremdsystems oftmals zu einer Detektivarbeit. Es muss nicht nur analysiert werden wo die entsprechende Software installiert wurde, sondern auch welche Module aktiviert wurden, wo die logfiles hingeschrieben werden (falls überhaupt) und welche Software zusätzlich auf dem System läuft, die den Betrieb beeinflussen kann.
Unter Umständen muss auch das Berechtigungskonzept analysiert werden. All die kostet Zeit und verursacht unter Umständen weitere Ausfallzeit. In vielen Fällen ist es auch so, dass man sich gar nicht die Zeit für eine komplette Analyse nehmen kann, sondern nur „probiert“, ob eine Änderung das gewünschte Ergebnis liefert. Diese Vorgehensweise ist gefährlich, da Änderungen oftmals neben den gewünschten Änderungen noch weitere Nebeneffekte haben. Aus diesem Grund ist es uns am liebsten, wenn bereits die Grundinstallation durch uns vorgenommen wird und wir so von einer stabilen Basis aus arbeiten können.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch die Betreuung von Rechnern unter Umständen Mehrkosten und längere Bearbeitungszeiten entstehen können. Um Störungen möglichst schnell bearbeiten zu können, empfehlen wir daher schon im Vorfeld einen Wartungsvertrag abzuschliessen. Der die Kalkulation des Wartungsvertrags basiert auf abgeschätzten Aufwänden. Diese Planung im Vorfeld erlaubt es uns rechtzeitig die notwendigen Zugänge zu beantragen und uns in die jeweiligen Verhältnisse des fremden Rechenzentrums einzuarbeiten. So können Nachfragen beim Fremdrechenzentrum verhindert und Bearbeitungszeiten minimiert werden.

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